29 Juli 2026 · Aebischer Sofie
Fluginsekten, Haushalte
Kleine Löcher im Lieblingspulli sind oft ein Hinweis auf Kleidermotten im Kleiderschrank. Damit sich der Befall nicht weiter ausbreitet, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Massnahmen sinnvoll sind, welche Hausmittel tatsächlich helfen und wie Sie einem Befall vorbeugen können.
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In den meisten Fällen handelt es sich bei Motten im Kleiderschrank um die Kleidermotte (Tineola bisselliella). Seltener tritt auch die Pelzmotte (Tinea pellionella) auf.
Beide gehören zu den Materialschädlingen und befallen vor allem Textilien aus tierischen Naturfasern wie Wolle, Kaschmir, Seide, Pelz oder Federn. Kleidung aus Baumwolle oder synthetischen Fasern bleibt in der Regel verschont.
Die Pelzmotte ist in Wohnungen deutlich seltener anzutreffen als die Kleidermotte, da sie für ihre Entwicklung eine höhere Luftfeuchtigkeit benötigt.
Viele gehen davon aus, dass die Motten selbst die Kleidung beschädigen. Tatsächlich sind jedoch ausschliesslich ihre Larven für die Schäden verantwortlich.
Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt auf geeignete Textilien ab. Nach dem Schlüpfen beginnen die Larven, sich von den tierischen Fasern zu ernähren, und verursachen dadurch die charakteristischen Löcher in Kleidung. Besonders gefährdet sind Kleidungsstücke, die längere Zeit ungestört im Schrank liegen.
Kleidermotten sind lichtscheu und halten sich tagsüber meist versteckt. Deshalb wird ein Befall häufig erst bemerkt, wenn bereits Schäden an der Kleidung sichtbar sind.
Folgende Anzeichen können auf einen Mottenbefall hindeuten:
kleine, unregelmässige Löcher in Kleidungsstücken aus tierischen Naturfasern
weissliche bis gelbliche Larven
feine Gespinste oder Gespinströhren
leere Puppenhüllen oder Kokons
ausgewachsene Motten im oder in der Nähe des Kleiderschranks
Sobald Sie einen Befall feststellen, sollten Sie möglichst rasch handeln. Ziel ist es, Larven und Eier vollständig zu entfernen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Kleiderschrank vollständig ausräumen
Räumen Sie den Kleiderschrank vollständig aus und kontrollieren Sie jedes Kleiderstück sorgfältig. Achten Sie dabei nicht nur auf Löcher, sondern auch auf Larven, Gespinste und Puppenhüllen. Denken Sie dabei auch an Schubladen und selten getragene Kleidung.
Befallene Kleidung behandeln
Waschbare Textilien sollten möglichst bei mindestens 60 °C gewaschen werden. Empfindliche Kleidungsstücke können alternativ für mehrere Tage bei mindestens –18 °C eingefroren oder professionell gereinigt werden. Dadurch lassen sich sowohl Larven als auch Eier zuverlässig töten.
Kleiderschrank gründlich reinigen
Saugen Sie den gesamten Schrank gründlich aus und achten Sie dabei auf Ritzen, Ecken und Bohrlöcher. Wischen Sie anschliessend alle Oberflächen feucht ab und entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel direkt nach der Reinigung.
Pheromonfallen richtig einsetzen
Pheromonfallen eignen sich, um einen Befall zu überwachen und den Erfolg der Bekämpfung zu kontrollieren. Da sie ausschliesslich männliche Motten anlocken, können sie einen bestehenden Befall jedoch nicht alleine beseitigen.
Professionelle Hilfe holen
Falls ein Befall schwierig zu tilgen ist oder Sie die den Ursprung der Motten nicht erschliessen können, stehen wir gerne mit unserem Fachwissen zur Verfügung! Sie können uns jederzeit kontaktieren, wenn Sie eine Frage oder einen aktiven Mottenbefall haben.
Im Internet werden zahlreiche Hausmittel gegen Kleidermotten empfohlen. Einige davon können tatsächlich dazu beitragen, Motten fernzuhalten, und eignen sich zur Vorbeugung. Einen bestehenden Befall mit Larven und Eiern können sie jedoch nicht beseitigen und ersetzen daher keine gründliche Bekämpfung.
Lavendel zählt zu den bekanntesten Hausmitteln gegen Kleidermotten. Lavendelsäckchen oder getrocknete Lavendelblüten im Kleiderschrank können die Motten durch ihren Duft abschrecken.
Auch Zedernholz kann vorbeugend wirken. Damit der charakteristische Duft erhalten bleibt, sollte das Holz regelmässig leicht angeschliffen werden.
Ätherische Öle wie Lavendel-, Zitronen- oder Nelkenöl können ebenfalls unterstützend wirken. Für einen langfristigen Effekt müssen sie jedoch regelmässig erneuert werden.
Essigwasser kann zusätzlich zur Reinigung des Kleiderschranks eingesetzt werden. Es hilft dabei, Rückstände zu entfernen und die Umgebung für Motten weniger attraktiv zu machen. Wichtig ist jedoch, dass Essigwasser vor allem reinigend wirkt und keinen vollständigen Schutz vor einem Befall bietet.
Mit einigen einfachen Massnahmen im Alltag lässt sich das Risiko eines Mottenbefalls deutlich reduzieren:
Kleider vor dem Einräumen waschen oder reinigen
Den Kleiderschrank regelmässig reinigen sowie Staub, Flusen und Haare entfernen
Kleidung möglichst trocken und gut belüftet lagern
Tritt trotz dieser Massnahmen wiederholt ein Mottenbefall auf oder hat er sich bereits stark ausgebreitet, empfiehlt sich professionelle Unterstützung. Unsere geschulten TechnikerInnen beurteilen die Situation vor Ort und wählen die geeignete Bekämpfungsmethode, um den Befall gezielt und nachhaltig zu beseitigen.